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european-beech.com - Europäische Buche

Buchenschnittholz natur

Buchenschnittholz ist ein wahres Multitalent.

Buchenschnittholz rotkern

Eine besondere Eigenschaft der Buche.

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Oberflächenbehandlung

Beizen, Lackieren, Ölen und Wachsen.

Tipps zum manuellen Beizen von Buchenholz.

Oberflächenbehandlung von Buchenholz

Holzbeize und Decklack schützen die Holzoberfläche vor Schmutz, verhindern den Eintritt von Feuchtigkeit, unterstreichen die Farbe und Maserung des Holzes, bringen dessen natürliche Schönheit zur Geltung und ermöglichen eine individuelle Farbgestaltung.

Grundsätzliches:
Alle Hölzer sind feuchtigkeitsanziehend (hygroskopisch) und absorbieren Beizen und Lacke auf unterschiedliche Weise je nach Porosität und Zellstruktur der Holzart. Die europäische Buche ist bekannt dafür, Beizen besonders gut anzunehmen. Durch die geschlossenporige Struktur der Buche lässt sich eine hohe Oberflächengüte erzielen.
Das eröffnet unbegrenzte farbige Gestaltungsmöglichkeiten. Einige Beispiele, die mit den Beizen der Firma Becker Acroma ARTI GmbH erzielt wurden, sehen Sie hier. Für Buche empfiehlt Becker Acroma das Beizsystem "ARTISTAR" auf Wasserbasis. Neben einer großen Anzahl von Standardfarben kann auch jeder Farbton individuell hergestellt werden.

Buche - Anwendungen
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Neben seiner guten Verarbeitbarkeit und der hohen Oberflächengüte zeichnet sich die europäische Buche besonders durch seine gute Annahme von Beizen aus. Dadurch lässt sich Buche farblich auch sehr gut an wesentlich teurere Holzarten, wie Kirsche, Mahagoni oder Walnuss anpassen.

Mit Beizen lassen sich unterschiedliche Effekte erzielen. So können Beizen "strukturbetonend" oder "egalisierend" wirken. Strukturbetonende Beizen heben die Maserung des Holzes hervor, während egalisierende Beizen diese vollständig abdecken können. Dazwischen gibt es zahlreiche Zwischenstufen, so dass sich anhand der Beize festlegen lässt, wie stark die Holzmaserung im fertigen Endprodukt hervortreten soll.

Vorbereitung der Holzoberfläche

Wichtige Voraussetzung für ein einwandfreies Beizergebnis ist ein tadelloser Holzschliff. Während der meist grobe Vorschliff die Aufgabe hat, die Holzfläche einzuebnen und grobe Leimdurchschläge zu entfernen, soll der Nachschliff die notwendige Glätte für eine einwandfreie Beizung ergeben. Das Feinschleifen erfolgt stets in Holzfaserrichtung, ohne allzu starken Druck, damit die hochstehenden Holzfasern nicht niedergedrückt sondern abgeschnitten werden. Von dem gelegentlich empfohlenen Feinstschliff quer zur Faser oder Rundschliff muss abgeraten werden. Querschliffriefen geben sich nachteilig zu erkennen, da die Beize an diesen Beschädigungsstellen stärker einzieht. Auch beim Vorschliff mit grobem Schleifpapier soll möglichst nicht quer zur Faser geschliffen werden, da sich beim feinen Nachschliff die Schleifriefen kaum noch einebnen lassen wodurch ein unruhiges Beizbild entsteht. In der Serienfertigung haben sich Schwingschleifer-Aggregate mit anschließender Entstaubung mittels Doppelwalze gut bewährt. Gute Ergebnisse lassen sich auch mit den bekannten Kontakt-Schleifmaschinen oder Breitbandschleifern mit Kontaktschuh erzielen. Zum Feinstschliff von Buchenholz sind sowohl Edelkorund- wie auch Silizium-Carbid-Papiere geeignet. Für den letzten Feinstschliff ist eine 180er Körnung in der Regel ausreichend. Hier sind die Angaben des Beizenherstellers zu beachten.

Vor dem Beizen müssen alle Holzflächen gründlich entstaubt werden. Besonders bei der Fließbandfertigung muss vor dem Beizen gründlich entstaubt werden. Dies geschieht heute mit Bürstenmaschinen, die mit starker Luftabsaugung, oft sogar zusätzlich mit Pressluft, arbeiten.

Beizen von Buchenholz

Ist die Holzoberfläche gesäubert, kann die Beize aufgebracht werden. Prinzipiell arbeitet man beim Holzbeizen mit einem Überschuss an Beizlösung. Dem Holz wird reichlich Beizlösung angeboten und der Überschuss dann nach kurzer Zeit entfernt.
Im privaten Bereich nutzt man hierzu Pinsel oder Schwämmchen. Für die gewerbliche und industrielle Fertigung gibt es eine Vielzahl von Verfahren Beizen aufzutragen, wie zum Beispiel das Spritzen mittels Spritzpistole oder Automaten, den Walzenauftrag oder das Tauch- oder Gießverfahren. Generell müssen die Beizen der Applikationstechnik angepasst werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Information können von den Beizeherstellern eingeholt werden.

Nach dem Auftragen der Beize muss das bearbeitete Holzstück trocknen. Die bearbeiteten Holzstücke trocknen bei normaler Temperatur an einem luftigen Ort innerhalb von 1 - 3 Stunden. Mit einem Warmluftkanal lassen sich deutlich kürzere Trocknungszeiten, von zum Teil weniger als 5 Minuten, erzielen.

Lackieren von Buchenholz

Die gebeizte Holzoberfläche muss auf jeden Fall durch eine Lackierung oder Lasierung geschützt werden.
Der Lack ist auf die verwendete Beize abzustimmen. Die Hersteller von Beizen bieten im Regelfall auch die passenden Decklacke an. Je nach verwendetem System ändert sich der Farbton durch das Lackieren erneut.
Ein Lack besteht immer aus einem flüchtigen Lösungsmittel und nichtflüchtigen Bestandteilen. Zu den nichtflüchtigen Komponenten zählen Bindemittel, Filmbilder, Pigmente, Füllstoffe und die festen Bestandteile der Additive (Zusatzstoffe). Viele Lacke werden heute auf Wasserbasis hergestellt, enthalten also Wasser als Lösungsmittel.

Natürlich kann ein Decklack genauso auf eine nicht gebeizte Holzoberfläche aufgebracht werden,
um den natürlichen Farbton des Holzes zu erhalten. In diesem Fall ist, wie beim Beizen,
auf eine gut gereinigte Holzoberfläche zu achten.

Infobox: Tipps zum manuellen Beizen von Buche

Um Holz Beizen zu können, muss die Oberfläche vorgeschliffen werden. Bücher wurden schon zu diesem Thema geschrieben. Viele Beizprobleme können auf eine schlechte Vorbereitung der Holzoberfläche zurückgeführt werden. Im Folgenden wird an einige grundlegende Schritte erinnert:

  1. Benutzen Sie nur Schleifpapier guter Qualität. Silizium-Carbid-Papiere sind am besten geeignet.
  2. Eine Körnung von 180 ist normalerweise hoch genug.
  3. Sorgen Sie für eine gleichmäßige Schleifung.
  4. Entfernen Sie den Schleifstaub und eventuell vorhandene Leimreste sorgfältig durch Absaugen
    oder Abblasen.
  5. Probebeizen: Härte, Saugfähigkeit, Struktur, Gerbstoffgehalt und Grundfarbe des Holzes können
    den Beizton beeinflussen. Durch einen Versuch an einem Probestück unter gleichen Arbeitsbedingungen sollte man sich deshalb davon überzeugen, dass der Beizton richtig ausfällt.
  6. Nur kalte Beizlösung verwenden. Warme Beizlösung dringt tiefer in das Holz ein und ergibt einen dunkleren Beizton. Beizt man mit einer warmen Beizlösung wird diese langsam erkalten und der Beizton wird immer heller.
  7. Nicht aus dem Vorratsgefäß beizen: Durch Eintauchen des Pinsels können Holzinhaltsstoffe
    in die Beize eingebracht werden, wodurch diese schnell verdirbt.
  8. Benutzte Beizlösung nicht zurückgeben.
  9. Beizlösung darf nicht mit Metall in Berührung kommen. Beizpinsel dürfen keine Metallfassung haben.
  10. Beizlösung bei senkrechten Flächen von unten nach oben auftragen.
  11. Beizlösung in Holzfaserrichtung auftragen.
  12. Spritzer vermeiden.

Ölen von Buchenholz

Entscheidet man sich für den Einsatz von Ölen zur Oberflächenbehandlung, so erhält man, im Gegensatz zum Lackieren eine weniger glatte Oberfläche. Jedoch führen gerade Öle zu einer starken Farblebendigkeit des Holzes. Das Ölen des Holzes ist in den letzten Jahren wieder sehr populär geworden. Die geölte Holzoberfläche wird insbesondere von Puristen bevorzugt. Die Oberflächenbehandlung mit Ölen schränkt die Atmungsfähigkeit des Holzes kaum ein. Holz kann so Feuchtigkeit und Schadstoffe aus der Luft aufnehmen und sie später wieder dosiert abgeben und dadurch ausgleichend auf das Wohnraumklima einwirken. Vor einem Einsatz von Ölen auf einer gebeizten Oberfläche ist unbedingt der Hersteller bezüglich der Eignung der verwendeten Materialien zu befragen.

Geölte Oberflächen sind in der Regel nur für gering beanspruchte Oberflächen geeignet. Nur mit sogenannten Hart- oder Fußbodenölen lässt sich eine widerstandsfähigere Holzoberfläche erzielen, so dass diese auch für Küchenarbeitsplatten geeignet sind.

Die Verarbeitung ist einfach. Das Öl wird mehrfach aufgetragen und dringt in das Holz ein. Überschüssiges Öl ist jeweils mit einem Lappen abzuwischen. Abschließend wird mittels Politur eine seidig glänzende, wasserabweisende und beanspruchbare Oberfläche erzeugt.

Wachsen von Buchenholz

Wachsen ist eine alte Schutz- und Dekorationstechnik in Innenräumen, die von Baubiologen sehr positiv beurteilt wird, da sie dem Holz seine Ursprünglichkeit und Atmungsfähigkeit bewahrt. Die gewachste Holzoberfläche besticht durch ihr besonderes, seidenglänzendes Erscheinungsbild. Holzwachse werden als feste Pasten oder als zähflüssige Balsame angeboten. Sie setzen sich aus Bienen- und Pflanzenwachsen zusammen, teilweise auch mit pflanzlichen Ölen und Harzen kombiniert. Gewachste Oberflächen besitzen eine leichte bis mittlere Belastbarkeit und sind daher nicht für alle Anwendungsbereiche geeignet.

Vor dem Einsatz von Wachsen auf gebeizten Oberflächen ist, wie beim Ölen, in jedem Fall die Verträglichkeit der Produkte vom Hersteller bestätigen zu lassen. Eine gute Alternative bieten Wachsbeizen, wie z.B. die Becker-Acroma-ARTIWAX Wachsbeize aus synthetischen Wachsen, die für viele Anwendungen einsetzbar ist.

Textauszüge aus "ARTI Holzbeizen" mit freundlicher Genehmigung der Becker Acroma ARTI GmbH.